ÖPNV
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nimmt eine wichtige Rolle im Modal-Split der Stadt- und Ballungsräume ein. Die Vernetzung von Verkehrsangeboten über Taktfahrpläne, erweiterte Informationsdienste und neuen Verkehrsangeboten bilden zentrale Ansatzpunkte von Verbundorganisationen und Verkehrsunternehmen in den unterschiedlich strukturierten Stadtregionen in Deutschland. Die Herausbildung neuer Vertriebswege (Bsp. Mobiltelefon) und die interregionale, interoperable Nutzbarmachung von Verkehrsangeboten über ein Kundenmedium (Bsp. Chipkarte) sind dabei nur zwei Ansatzpunkte der zunehmend stärker ausgeprägten Kundenorientierung.
Zentrales Anschluss-Management für den Großraum Berlin-Brandenburg
Für den Südostraum Brandenburgs wird ein Managementsystem entwickelt, mit dem die Verkehrsbetriebe unternehmensübergreifend über zentrale Online-Daten Anschlüsse planen, steuern und disponieren können. Das System überwacht die Fahrzeuge und hilft bei Verspätungen, kritische Anschlüsse zu gewährleisten.Zuwendungsempfänger: BLIC GmbH, HaCon GmbH, Verkehrsverbund Berlin Brandenburg
Projektlaufzeit: Projektbeginn: 01.01.2008 / Projektende: 30.06.2009
Verlässliche Anschlüsse zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln sind mit ausschlaggebend für die Nutzung des ÖPNV. Dies trifft vor allem auf ländliche Regionen zu, wo der nächste Bus oder die nächste Bahn häufig erst eine oder zwei Stunden später fahren. Gleiches gilt auch im Randbereich von Ballungsräumen und zu Zeiten einer schwachen Verkehrsbedienung (abends und am Wochenende). Während die Abstimmung und Anschlusssicherung innerhalb eines Unternehmens heute weitgehend möglich ist und praktiziert wird, ist dies nicht die Regel, wenn es sich um Anschlüsse zwischen zwei Linien unterschiedlicher Verkehrsunternehmen handelt.
Zwar können Leitsysteme grundsätzlich über Standardschnittstellen (VDV 453 / 454 SIRI) gekoppelt werden, so dass die Möglichkeit zur unternehmensübergreifenden Sicherung von Anschlüssen besteht. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass für die Konzeption, Verwaltung bzw. Einrichtung von konkreten Anschlüssen sowie die Übermittlung von Störinformationen Spezialwissen von Mitarbeitern der Verkehrsunternehmen und der System-Lieferfirmen erforderlich ist. Dies stellt eine große Hürde dar, weil gerade in kleineren regionalen Verkehrsunternehmen mit einer Vielzahl von Verknüpfungen die notwendigen Kapazitäten nicht bestehen.
In dem Vorhaben wurde deshalb ein Managementsystem entwickelt, mit dem die Verkehrsunternehmen selbstständig auf zentral verfügbare Online-Daten zugreifen und damit unternehmensübergreifende Anschlüsse planen, steuern und disponieren können.
Praxisfeld für die konzeptionelle Ausgestaltung und den Test war der Südostraum Brandenburg. Die DB Regio Nordost, Neißeverkehr GmbH, die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH sowie die Cottbusverkehr GmbH haben in diesem Projekt zusammengearbeitet. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg diente als zentrale Plattform für den Informationsaustausch.
Als Ergebnis des Projektes konnte ein einsatzreifes Softwareprodukt entwickelt werden, das Planer in Verkehrsunternehmen bei der Einrichtung und Verwaltung unternehmensübergreifender Anschlüsse unterstützt. Zudem besteht die Möglichkeit, Daten zu gesicherten Anschlüssen auch in der Fahrplanauskunft verfügbar zu machen.
Die unternehmensübergreifende Anschlusssicherung ist aber nicht nur im Untersuchungsraum ein Thema, bundesweit besteht bei weiteren Verkehrsunternehmen und Verbünden Bedarf an derartigen Lösungen.Rheinstr. 45
12161 Berlin
Tel.: 030 / 859540-0
Fax.: 030 / 859540-99
E-Mail: BLIC GmbH Ansprechpartner:
Herr Tino Bratta
Tel.: 030 / 859540-35
E-Mail: Tino Bratta





