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Mobilitätsmanagement

Das Mobilitätsmanagement ist ein Ansatz zur Beeinflussung der Verkehrsnachfrage durch Information und Beratung und die Organisation verkehrsmittelübergreifender Angebote durch Anreize und Motivierung. Im Gegensatz zur Planung und Bereitstellung von Infrastrukturen oder der gezielten Steuerung von Verkehrsabläufen stehen "weiche" Maßnahmen, d.h. Optionen und Wahlmöglichkeiten für freiwillige Verhaltensänderungen im Verkehr im Vordergrund. Diese beinhalten die Information der Verkehrsteilnehmer über eine gezielte, systemübergreifende Nutzung vorhandener Verkehrssysteme. Ein Beispiel hierfür stellen Mobilitätszentralen dar, welche Informationen über Fahrpläne, Car-Sharing, Mietwagenangebote oder Möglichkeiten der Fahrradnutzung für eine ganzheitliche Mobilitätsberatung bereithalten. Ziel des Mobilitätsmanagements ist die langfristige Bewältigung von Verkehrsproblemen, wie etwa die Reduzierung von Staus, Umweltbelastung, Lärm oder Unfällen, sowie die Sicherung bestehender Mobilitätsansprüche.

Koordinierung von Schulanfangszeiten und Busfahrplänen
Durch eine Koordinierung von Schulanfangszeiten und Busfahrplänen lassen sich deutliche Einsparungen erzielen. In Zusammenarbeit mit Eltern und Verkehrsunternehmen lassen sich dabei verträgliche Lösungen finden, die nicht nur kostengünstiger, sondern z.T. auch komfortabler sind.
Integrierte Rund-um-Mobil-Pakete
Mit der RegioMobilCard Freiburg, HANNOVERmobil sowie dem CityTicket der Deutschen Bahn werden attraktive Angebote zur Nutzung von Bussen, Bahnen, Taxen oder Car-Sharing aus einer Hand angeboten. Hierdurch wird die Wahl des passenden Verkehrsmittels erleichtert.
Bei Anruf Licht - Straßenbeleuchtung per SMS
Der Kostendruck zwingt viele Städte und Gemeinden, bei der Beleuchtung öffentlicher Straßen und Wege zu sparen. Eine Verkürzung der Beleuchtungszeiten ist dabei oft die unliebsame Folge. Die Stadtwerke Lemgo haben nun eine Technik installiert, mit denen Bürger per SMS für ihre individuellen Wege die Straßenbeleuchtung temporär einschalten können.
Bürgerservice Pendlernetz in Nordrhein-Westfalen
Seit September 2002 wird in NRW von zahlreichen Kreisen, Gemeinden und Städten mit dem „Bürgerservice Pendlernetz“ ein Internet-basierter Vermittlungsdienst für Mitfahrgelegenheiten angeboten. Er richtet sich vor allem an Berufs- und Freizeitpendler und hat zum Ziel, die Straßen während der Tagespitzen zu entlasten und die Umwelt nachhaltig zu schonen.
Freiburg-Vauban: Projekt autoarmes Wohnen
Bewohner des Stadteils Vauban in Freiburg verzichten entweder ganz auf ein eigenes Auto oder parken ausschließlich in Hochgaragen am Stadtteilrand. Aus den Erfahrungen bei Aufbau und Organisation des autoarmen Stadtteils können andere Kommunen nun profitieren.
Pendlernetz Stuttgart: Neuer Service für Großveranstaltungen
Die Stadt Stuttgart hat ein neues Angebot speziell für Großveranstaltungen in der Landeshauptstadt entwickelt. Hier verspricht die Organisation von Fahrgemeinschaften mehrere Vorteile für Nutzer und Umwelt.
Betriebliches Mobilitätsmanagement - Beispiel Infineon
Für die Reduzierung von Staus im Berufsverkehr ("Rush-Hour") gibt es keine Patentrezepte, aber einen sehr erfolgversprechenden innovativen Ansatz. Vor allem bei innerstädtisch gelegenen Arbeitsplätzen mit Parkplatzmangel lassen sich durch betriebliches Mobilitätsmanagement Verkehrsprobleme reduzieren und Verkehr vermeiden.
Schnupperticket für Umzügler
Veränderungen gewohnter Verhaltensmuster lassen sich am leichtesten beim Übergang zu neuen Lebensphasen herbeiführen. Diesen Umstand nutze ein Feldversuch, in dessen Verlauf die Stadt Stuttgart gezielt neu zugezogene Bürger für den öffentlichen Verkehr gewann.
Die "Neue Zürcher Mobilitätsstrategie"
Die Stadt Zürich möchte im Bewusstsein der Bevölkerung eine neue Mobilitätskultur verankern, um das steigende Verkehrsaufkommen in der Stadt "nachhaltig" abzuwickeln.
Für eine (nachhaltige Mobilitätskultur) in der Stadt
Ein im Forschungsprogramm Stadtverkehr vom BMVBS unter der FuE- Nr. 70.749/2004 geförderte und finanzierte Vorhaben „Schaffung einer nachhaltigen Mobilitätskultur" hat in verschiedenen Städten (Bozen, Zürich, Salzburg, Freiburg) die unterschiedlichen Mobilitätskulturen analysiert und miteinander verglichen, um so Schlüsselfaktoren für einen Veränderungs-prozess hin zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur für andere Städte zu identifizieren.
MobiMan - Analyse der möglichen Kosteneinsparungen auf betrieblicher Ebene durch Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements am Beispiel ausgewählter Betriebe in der Stadt Trier
In dem Vorhaben werden in erster Linie die finanziellen Vorteile für Betriebe und deren Beschäftigte durch Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) analysiert. Zu diesem Zweck werden für ausgewählte Betriebe in der Stadt Trier mögliche Maßnahmen des BMM skizziert und bzgl. ihrer finanziellen Auswirkungen untersucht.
CARRIVA – Dynamische Vermittlung von Fahrgemeinschaften über Mitfahrclubs
CARRIVA vermittelt Berufspendlern Einzelfahrten in Fahrgemeinschaften. Mobiltelefon, sekundenschnelles Routenmatching und rechnergestützte Gesprächsvermittlung dienen als technische Grundlage zum Aufbau einer Community als soziale Grundlage des Systems „Mitfahrclub“. Ein Pilotprojekt wird zusammen mit Beschäftigten des Flughafens Frankfurt umgesetzt.
Integration von Mobilitätsmanagement in die Stadtplanung – Rechtliche Möglichkeiten und Stand der Praxis
Kommunales Mobilitätsmanagement ist in Deutschland – bis auf wenige gute Beispiele – nicht systematisch in die Stadt- und Verkehrsplanung eingebunden. Im Sinne eines integrierten und ganzheitlichen Ansatzes hat der Bund die Studie in Auftrag gegeben, um untersuchen zu lassen, inwieweit Maßnahmen des Mobilitätsmanagements stärker in das Bauplanungs- und Bauordnungsrecht sowie in das Umweltrecht integriert werden können.
Evaluation von Dialogmarketing mit Neubürgern
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens durch Marketingmaßnahmen werden hoch eingeschätzt. Insbesondere dem Dialogmarketing von Neubürgern wird eine hohe Wirkung auf das Verkehrsmittelwahlverhalten zugesprochen, da der Umzug Gewohnheiten und Routinen im Mobilitätsverhalten aufbrechen kann.

Bislang gab es jedoch keine empirische Studie, die die kausalen Effekte der Marketingmaßnahme von den umzugsbedingten Verhaltenseffekten zu trennen vermochte. Dadurch hielten sich  Verkehrsunternehmen und Städte  bislang zurück, in solche Maßnahmen zu investieren.
Das PatenTicket 2.0
Das PatenTicket ist ein Instrument des Empfehlungsmarketings, bei dem ältere Kundinnen und Kunden mit einem ÖPNV-Jahresabonnement eine zusätzliche drei Monate gültige Netzkarte erhalten. Dieses PatenTicket sollen sie an ÖPNV-unerfahrene Freundinnen und Freunde oder Verwandte ab 60 Jahren verschenken und ihnen bei der ÖPNV-Nutzung beratend zur Seite stehen.
Eine erste Testphase in Köln verlief erfolgreich – nach der dreimonatigen Fahrtzeit erwarben dreißig Prozent der Patenkinder eine Zeitkarte.
 Darauf aufbauend sollte mit dem ‚PatenTicket 2.0‘ mit erweitertem Design untersucht werden, welche Rahmenbedingungen förderlich oder hemmend auf den Erfolg dieses Marketinginstruments wirken. 


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