Intermodalität
Intermodalität und Vernetzung von Verkehrsträgern ermöglichen Effizienzverbesserungen und erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten für eine sozial- und umweltverträgliche Entwicklung in städtischen Gebieten.
Mobilpunkt
Im Projekt "Mobilpunkt" in Bremen wurde ermittelt, dass durch 10 Car-Sharing-Fahrzeuge an zwei neuen Mobilitätsstationen im öffentlichen Straßenraum 170 neue CarSharing-Kunden gewonnen werden konnten und dadurch 90 Privat-Pkw ersetzt wurden. Die Mobilitätsstationen bestehen im Wesentlichen aus im öffentlichen Straßenraum gelegenen Car-Sharing-Stellplätzen, direkt an einer gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebundenen Haltestelle. An den Mobilpunkten befinden sich zudem Informationsterminals.
Projektlaufzeit: fortlaufend
Projektbeschreibung
Eine Förderung von Car-Sharing durch die Kommunen war lange Zeit nicht unumstritten und rechtlich v.a. durch die StVO stark beschränkt.
In zahlreichen Studien ist mittlerweile die Pkw-reduzierende Wirkung von Car-Sharing-Stellplätzen nachgewiesen worden: Dabei kann davon ausgegangen werden, dass von jedem Car-Sharing-Fahrzeug (mit den dazugehörigen Nutzern) rd. 5-9 Pkw eingespart werden können. Vor allem für Ballungsräume stellt dies eine große Chance dar, den knappen Parkraum im öffentlichen Straßenraum zu entlasten.
Die Stadt Bremen hat im Feldversuch "Mobilpunkte" die Freigabe von öffentlichen Flächen für CarSharing beschlossen; die erwarteten positiven verkehrlichen Effekte, vor deren Hintergrund die Sondergenehmigung erfolgt ist, sind eingetreten und haben im Juni 2005 zu einem Bundestagsbeschluss geführt. Dieser hat im Wesentlichen das Ziel, in der StVO eine Möglichkeit für Car-Sharing im öffentlichen Straßenraum (ähnlich zu Taxistellplätzen) zu eröffnen.
Im Bremer Projekt wurden nach einer Standortsuche zwei Car-Sharing-Stationen an gut angebundenen Haltestellen eingerichtet. Dabei ist großer Wert auf eine hochwertige Ausstattung (Hinweisschilder, Regenschutz, Infoterminal) als auch auf die Kommunikation gelegt worden. Der Erfolg zeigt, dass Kommunen Car-Sharing so gezielt zum allgemeinen Vorteil fördern können.
Kontakt
Stadt Bremen:
Senator für Bau, Umwelt und Verkehr
Herr Michael Glotz-Richter
Michael.Glotz-Richter@umwelt.bremen.de
Tel.: 0421 / 361-6703
Senator für Bau, Umwelt und Verkehr
Herr Michael Glotz-Richter
Michael.Glotz-Richter@umwelt.bremen.de
Tel.: 0421 / 361-6703
Begleitforschung:
Büro für Verkehrsökologie
Hinrich Kählert
Hinrich.Kaehlert@büro-fuer-verkehrsoekologie.de
Tel.: 0421 / 73817


Mobilpunkt Bremen


