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Fuß- und Radverkehr

Fuß- und Radverkehr sind umweltfreundliche, preiswerte und gesunde Fortbewegungsarten und sparsam im Flächenverbrauch. Gezielte Förderungen des nicht-motorisierten Verkehrs können dazu beitragen,  dass insbesondere Städte und Gemeinden vom Autoverkehr entlastet und Umwelt- und Lebensqualität deutlich verbessert werden. Dazu eignen sich sowohl Projekte und Maßnahmen für den Berufs- als auch Freizeitverkehr, um den Fuß- und Radverkehrsanteils insgesamt zu steigern.

Für eine (nachhaltige Mobilitätskultur) in der Stadt

Ein im Forschungsprogramm Stadtverkehr vom BMVBS unter der FuE- Nr. 70.749/2004 geförderte und finanzierte Vorhaben „Schaffung einer nachhaltigen Mobilitätskultur" hat in verschiedenen Städten (Bozen, Zürich, Salzburg, Freiburg) die unterschiedlichen Mobilitätskulturen analysiert und miteinander verglichen, um so Schlüsselfaktoren für einen Veränderungs-prozess hin zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur für andere Städte zu identifizieren.
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Forschungsprogramm Stadtverkehr, FuE- Nr. 70.749/2004
Auftragnehmer: Institut für sozial-ökologische Forschung, Öko-Institut Freiburg, StetePlanung, Darmstadt, Script Corporate + Public Communication GmbH, Oberursel
Projektbeschreibung
Lange Zeit wurde die städtische Verkehrspolitik durch das automobile Leitbild geprägt. Das auf einen Verkehrsträger und seine Verkehrsmittel bezogene Denken und Handeln wurde mehr und mehr durch eine verkehrsträger-übergreifende und in die Stadtplanung integrierte Betrachtungsweise abgelöst. Inzwischen ist das neue Leitbild des intermodalen und integrierten Verkehrs angekommen. In dem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Auftrag gegebene Forschungsprojekt wird davon ausgegangen, dass die Bewahrung der Vielzahl von Mobilitätschancen und -möglichkeiten und der Vielfalt von Lebens- und Mobilitätsstilen eine nachhaltige Mobilitätskultur erst ermöglicht. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, die Popularität und Akzeptanz von verkehrsmittelübergreifender (intermodaler) und multimodaler Mobilität zu fördern, um zu einer nachhaltigeren Mobilitätskultur beizutragen. Ausgangspunkt für die Forschungsarbeit ist die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Faktoren, die die Mobilitätskultur einer Stadt ausmachen: Dabei geht es zum einen um die Einstellungen, Verhaltensweisen und Umgangsformen der Verkehrsteilnehmer, also ihren unterschiedlichen Mobilitätsstilen. Die Mobilitätskultur ist aber auch geprägt von der städtischen Stadt- und Verkehrsplanung und den dahinter stehenden Konzepten, Leitvorstellungen, politischen Beschlüssen, Diskursen etc. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass sowohl bei der Planung als auch bei der Kommunikation von neuen intermodalen Angeboten und Dienstleistungen konsequent die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer eingenommen wird, insbesondere im Sinne eines "von Tür zu Tür"- Denkens. Kommunikative und planerische Maßnahmen werden so miteinander verbunden und Kommunikation nicht nachträglich auf verschiedene Mobilitätsangebote und Infrastrukturmaßnahmen aufgesetzt, sondern als zentrales Element in allen Entwicklungs- und Planungsphasen berücksichtigt. Dabei gilt es, drei Formen der Kommunikation zu berücksichtigen: Kommunikation der Verkehrsteilnehmenden untereinander (Selbstregulierung), Kommunikation zwischen Planung und Bürgerschaft (gegenseitiges Lernen) und Kommunikation als Inszenierung im Sinne von Imagebildung und emotionaler Kundenbindung. Die Interaktion und die Kommunikation zwischen allen Akteuren ist eine Grundvoraussetzung für die Schaffung einer nachhal-tigen Mobilitätskultur. Das interdisziplinäre und mit Mystep Zürich, Öko-Institut Südtirol, Stadtbus der Salzburg AG international besetzte Projektteam entwickelte beispielhaft für das Handlungsfeld – Fahrrad und ÖPNV – für das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main ein Rahmenkonzept für die kommunale Umsetzung einer nachhaltigen Mobilitätskultur, das Kommunikation und Planung miteinander integriert. Als Beispiel dienten dafür übertragbare und allgemeingültige Erkenntnisse aus der Analyse der Mobilitätskulturen sowie erfolgreiche Konzepte in den Städten Bozen, Freiburg, Salzburg und Zürich.


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