Freizeitverkehr
Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für zahlreiche ländlich, touristisch geprägte Regionen. Der motorisierte Freizeitverkehr kann jedoch die Attraktivität des ländlichen Raums gefährden. Damit auch in den ländlich geprägten Regionen andere Verkehrsmittel als der PKW genutzt werden, müssen Freizeit- und Verkehrsanbote stärker miteinander gekoppelt werden. Dabei kann durch den Freizeitverkehr der ÖPNV wirtschaftlicher betrieben werden.
Freizeitportal
„naldoLand“ ist ein Internetportal, das Freizeitangebote und ÖPNV-Informationen enthält. Zielbezogen werden die ÖPNV-Informationen dort an den Nutzer gebracht, wo sie benötigt werden.
Projektlaufzeit: -
Projektbeschreibung
Im Freizeitverkehr werden nur 5 % der Wege mit dem ÖPNV zurückgelegt, während dies im Durchschnitt 8 % sind. Bei Ausflügen in die nähere Umgebung ist dabei die Unkenntnis über ÖPNV-Angebote besonders groß und der Pkw wird nahezu zwangsläufig gewählt.
Auch wenn zahlreiche Informationsportale existieren, hat sich der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau für ein eigenes Freizeitportal für seine Region entschieden. Dabei wurden vor allem Ziele ausgewählt, die gut mit dem ÖPNV erreichbar sind.
Im Mittelpunkt des Portals stehen insgesamt 40 Touren, bei denen von einem definierten, verschiedene Ziele hintereinander angefahren werden können. Die Touren sind in sechs Gruppen eingeteilt:
Einfache „Lightseeing Touren“, anspruchsvollere „Activity-Touren“, Wissensorientierte „Themen-Touren“, „Familien-Touren“, steigungs- und kieselfreie “Inliner-Touren“ und geführte Touren mit „Alb-Guides“, die Hinweise zum sanften, umweltfreundlichen Tourismus geben.
Ein ähnlicher Ansatz wird auch vom Rhein-Main-Verkehrsverbund verfolgt, der zudem themenbezogene Wanderführer herausgibt und in den Sommermonaten zusätzliche Freizeitlinien betreibt.
Das Portal www.naldoland.de wird derzeit monatlich von 7.000 Nutzern besucht. Gemeinsam mit anderen Ansätzen konnten die Einnahmen aus den verkauften Tagestickets von 2003 auf 2004 um 9 % gesteigert werden.
Das Portal wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des „Innovationsprogramms ÖPNV“ zur Hälfte gefördert.






