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Flexible Bedienungsformen

In ländlich dünn besiedelten Räumen ist ein umfassendes ÖPNV-System wie in Städten und Ballungsräumen nicht wirtschaftlich tragfähig. Zahlreiche Buslinien können nur noch durch den Schülerverkehr aufrechterhalten werden. Flexible, angepasste und nachfragegerechte Bedienungs- und Angebotsformen bilden vielfältige Ansatz- und Gestaltungsmöglichkeiten, um die individuelle Mobilität einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft im ländlichen Raum zu gewährleisten.

Stadtbussysteme Lemgo und Lindau
Stadtbussysteme in Mittelstädten lassen sich charakterisieren durch moderne Fahrzeuge in einheitlichem Design, einem konsequenten Taktfahrplan (15 oder 30 Min) auf einem einfachen Liniennetz mit einem zentralen Verknüpfungspunkt („Rendez-Vous-Haltestelle“).
Karlsruher Modell: Erfolgreicher Mischbetrieb von Eisenbahn und Straßenbahn
Das Karlsruher Modell ist die Verknüpfung von Straßenbahn und Eisenbahn zur Regionalstadtbahn. Mit modernen Mehrsystemfahrzeugen entstehen zu einem verhältnismäßig niedrigen Investitionsaufwand umsteigefreie und schnelle Verbindungen von der Region direkt in die Innenstadt.
Schnellbusse
Mit der sukzessiven Einrichtung von bisher 20 Schnellbuslinien haben die Verkehrsunternehmen der Westfälischen Verkehrsgesellschaft v.a. hinsichtlich des Komforts neue Maßstäbe im ÖPNV gesetzt. Dieses „Premiumprodukt“ wird als „Flaggschiff“ des ÖPNV vermarktet und von den Kunden auch so honoriert. Es fand in ganz Deutschland viele Nachahmer.
OSIRIS - Optimierung des Schülerverkehrs in einem integrierten Regionalbuskonzept in ländlichen Strukturen
Unter Nutzung nachfragegesteuerter Betriebsweisen soll ein gleichermaßen attraktives und finanziell verkraftbares ÖPNV-Angebot sowohl im allgemeinen ÖPNV als auch im Schülerverkehr geschaffen werden. Randbedingungen sind Veränderungen in der soziodemografischen Struktur und – dadurch ausgelöst – der Nutzungsstrukturen sowie dem Rechtsrahmen des ÖPNV. Anwendungsgebiet sind zwei Landkreise im Umland von Magdeburg.
QuaSiNa – Verfahren der Qualitätssicherung im nachfragegesteuerten ÖPNV
Das Projekt QuaSiNa (Verfahren der Qualitätssicherung im nachfragegesteuerten Öffentlichen Personennahverkehr) setzt thematisch am Vorgängerprojekt OSIRIS (Optimierung des Schülerverkehrs in einem integrierten Regionalbuskonzept in ländlichen Strukturen) an. Beschäftigte sich OSIRIS mit der Einführung flexibler Bedienformen unter Einbindung des Schülerverkehrs, so wird im Projekt QuaSiNa ein Verfahren zur Überprüfung und Sicherung der Qualität nachfragegesteuerter Betriebsformen entwickelt.


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