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IuK im ÖPNV

Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) wird im ÖPNV gegenwärtig vor allen Dingen bei der Verarbeitung von ÖV-Daten und dem Aufbau elektronischer Ticket-Systeme eingesetzt. Dahinter stehen auf der einen Seite zentrale Anforderungen von Unternehmen und Politik, bestehende Systeme aus Gründen der Wirtschaftlichkeit zu optimieren und zu integrieren. Auf der anderen Seite gilt es, bisher nicht nutzbare Potenziale einer gesamten Branche zu erschließen und diesen Wirtschaftszweig auf lange Sicht zu revolutionieren.

INNOS-HGS-1

Ziel und Inhalt des Vorhabens ist die Konzeption, Abbildung und der Aufbau eines mandantenfähigen, diskriminierungsfreien Hintergrundsystems. Das „Innovative Interoperable EFM-Hintergrundsystem“ (INNOS-HGS) soll die Lücke zwischen bisher proprietären Insellösungen und bundesweiter Interoperabilität von eTicket Deutschland schließen.
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Projektträger: TÜV Rheinland Consulting - Zentralbereich Forschungsmanagement
Zuwendungsempfänger: Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)
Projektlaufzeit: 01.06.2008 - 31.03.2011
Projektbeschreibung
Ziel des Vorhabens ist es, die erforderlichen übertragbaren Technologien und Spezifikationen für interoperable eTicket-Hintergrund- und Integrationssysteme in Deutschland zu erarbeiten und die Rahmenlastenhefte für die einzelnen Schnittstellen aufzubauen. Durch die Mandantenfähigkeit des Systems werden die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um alle potenziellen Anwender von EFM in Deutschland an ein interoperables System anzuschließen. Die Kernfragen werden auf Basis einer dezidierten Analyse des Ist-Zustandes und der Marktanalyse sowohl auf Seiten der Verkehrsverbünde als auch der Industrie thematisiert. Dabei nimmt das logische und bereits definierte Rollenmodell der KA eine zentrale Position ein. INNOS-HGS
  • setzt unmittelbar auf den Standard der VDV-Kernapplikation auf und realisiert daraus alle Funktionen, Prozesse und Anwendungen für die logischen Rollen, Anwendungsfälle und Systemvarianten der VDV-KA, die für die praktische Umsetzung einschließlich aller Schnittstellen zu externen Systemen notwendig sind.
  • bildet Funktionen, Prozesse und Anwendungen ab, die zusätzlich zum Daten- und Schnittstellenstandard VDV-KA zu spezifizieren bzw. auszugestalten sind, und stellt diese in modularen Tools (z. B. Kunden-, Produkt-, Kartenmanagement) zur Verfügung.
  • untersucht die systemtechnische Realisierungsebene und entwickelt die Elemente einer KA-Prozesssteuerung.
  • analysiert Modelle für das Betreiben von EFM-Hintergrundsystemen sowie für alle dazu notwendigen Geschäftsprozesse.
Durch die Verbundkonstellation mit Partnern RMV, VBB und VVO sind drei überregionale Dienstleister für den Nahverkehr in vier Bundesländern an der Entwicklung von INNOS-HGS beteiligt. Die lösungs- und anwendungs-orientierten Einführungsstrategien in Kooperation mit mehr als 200 Verkehrsunternehmen in diesen Gesellschaften bilden einen wesentlichen Motor für die Erschließung eines solchen Service- und Prozessintegrationssystems. Sie stellen somit nicht nur die Entwicklung her, sondern auch die direkte Anwendung in sehr unterschiedlich strukturierten Einführungsräumen. Die Verbundpartner haben gemeinsame Zielvorstellungen im Sinne der dargelegten Punkte, die durch die Arbeiten in den Teilvorhaben ein kollektives Ergebnis liefern. Das „Innovative Interoperable EFM-Hintergrundsystem“ soll die Lücke zwischen bisher proprietären Insellösungen und bundesweiter Interoperabiliät von eTicket Deutschland schließen. Für die Einführung von eTicket Deutschland werden wichtige, zusätzlich notwendige Spezifikationen in einem System entwickelt und erprobt, die für einen bundesweiten Einsatz nachhaltig Ergebnisse liefern.
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TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Am Grauen Stein
51105 Köln


Vertreten durch:
Dr. Sören Grawenhoff

Telefon: 0221 806-4106
Telefax: 0221 806-3496