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Klima, Umwelt und Energie

Das Wissen über Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt erweitert sich permanent. Waren die Umweltauswirkungen des Verkehrs in den 60er Jahren kaum Thema im verkehrspolitischen Diskurs, so hat sich dieses heute deutlich geändert. Während in den 70er und 80er Jahren vor allem die Luftschadstoffe des Verkehrs z.B. durch Katalysatoren reduziert wurden, werden heute die  CO2-Emissionen des Verkehrs als größte Umweltbelastung angesehen. Ein geringer Energieverbrauch ist vor dem Hintergrund abnehmender fossiler Energieträger anzustreben, ist aber auch zur Verminderung von CO2-Emissionen notwendig.

UVM - Städtisches Verkehrs- und Umweltmanagement in Braunschweig

Durch umfangreiche Messeinrichtungen ermittelt das Projekt den Zusammenhang zwischen Wetterlage, Verkehrsaufkommen und Schadstoffbelastung entlang zentraler Verkehrsachsen in Braunschweig. Hieraus werden gezielt Verkehrslenkungs und –informationsmaßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung ermittelt.
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Projektbegleitung: TÜV Rheinland Consulting, Zentralbereich Forschungsmanagement
Zuwendungsempfänger: Bellis GmbH, IVU Freiburg, VMZ Verkehrsmanagementzentrale Berlin, BLIC GmbH
Projektlaufzeit: Projektbeginn: 01.09.2007 / Projektende: 31.10.2009
Projektbeschreibung
Der Kfz-Verkehr ist zu einem wesentlichen Teil verantwortlich für Schadstoffbelastungen in Städten. Die meisten deutschen Großstädte halten die aktuellen EU-Grenzwerte zur Luftreinhaltung nicht ein. Die Luftschadstoffbelastung wird durch verschiedene Faktoren (z.B. Bebauung, Wetterlage, Industrie) beeinflusst. Daher reagieren die Kommunen mit unterschiedlichen Maßnahmen, um die Grenzwerte nicht zu überschreiten (z.B. Einrichtung von Umweltzonen). Das Forschungsprojekt lässt sich in zwei Phasen unterteilen:
  • In einem ersten Schritt wird ein Modell erarbeitet, mit dem die Schadstoffkonzentration an kritischen Stellen in Braunschweig in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen berechnet werden kann. Dazu nutzen die Projektpartner Detektoren, mit denen die Verkehrsbelastung auf wichtigen Verkehrsachsen in Braunschweig gemessen wird, und Schadstoffmesscontainer, mit denen zusätzlich die Schadstoffkonzen-tration an diesen Orten festgestellt wird. So lässt sich unter Berücksichtigung der Wetterlage und anderen Faktoren berechnen, in welchem Zusammenhang Verkehrsaufkommen und Schadstoffbelastung stehen.

  • Mit diesen Informationen werden in einem zweiten Schritt Verkehrslenkungs- und Verkehrsinformationssysteme so geschaltet, dass die Schadstoffbelastung an kritischen Orten reduziert und Grenzwertüberschreitungen vermieden werden. Hierzu werden in Abstimmung mit der Stadt Braunschweig verschiedene Maßnahmen diskutiert: z.B. veränderte Ampelschaltungen, Parkraummanagement, Verkehrshinweise.

Die Umsetzung der Maßnahmen wurde von der Bellis GmbH koordiniert, die von der Stadt Braunschweig mit dem Betrieb der Verkehrsanlagen beauftragt ist. Als Tochterfirma von Siemens kann sie auf große Erfahrung auf dem Gebiet der Verkehrstelematik zurückgreifen, wie auch die ebenfalls beteiligte VMZ Berlin Betreibergesellschaft. Die weiteren Projektpartner waren für die Modellierung der Umweltbelastungen (IVU Umwelt) bzw. die Gesamtkoordination (BLIC GmbH) zuständig. Das Projekt endete mit einem guten Erfolg. Durch Veränderung in der Verkehrssteuerung konnten Verkehrsreduktionen in einer Größenordnung von 6 bis 12 % an einem Hot-Spot erreicht werden, die wiederum einen Rückgang von NOX (bis zu 16 % der Gesamtbelastung am Hot-Spot)  und PM10 (bis zu 8,5 % der Gesamtbelastung am Hot-Spot) bewirkten. Die eingesetzten Modelle erwiesen sich in der Evaluation mit den tatsächlichen Messwerten zudem als äußerst robust sowohl bei der Prognose des Verkehrs als auch bei der der damit verbundenen Immissionsbelastung.
Kontakt
BLIC GmbH
Mittelweg 7
38106 Braunschweig Dipl.-Ing. Gustav Thiesing
Tel.: 0531 88686-11
Fax: 0531 88686-29
E-Mail: Gustav Thiesing


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Kontaktinformationen

TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Am Grauen Stein
51105 Köln


Vertreten durch:
Dr. Sören Grawenhoff

Telefon: 0221 806-4106
Telefax: 0221 806-3496