Barrierefreiheit
Auch wenn es Ziel sein muss, den Öffentlichen Nahverkehr als eine attraktive Option zum Pkw zu gestalten, so muss es auch Aufgabe des ÖPNV bleiben, den Personen Mobilität zu gewährleisten, die über keinen Pkw verfügen. Gerade für Personen, die aus körperlichen, geistigen oder altersbedingten Gründen keinen Pkw nutzen können, kann sich auch die Nutzung des ÖPNV als schwierig erweisen. Unter dem Stichwort Barrierefreiheit werden deshalb Anstrengungen unternommen, auch diesen Personen die Nutzung des ÖPNV zu ermöglichen oder zu vereinfachen. Barrieren können bauliche Elemente darstellen, aber auch die Vermittlung von Informationen usw.
Barrierefreie Fahrplanauskunft im Internet
Seit 2004 gibt es für die Fahrplanauskunft EFA eine Ein- und Ausgabemaske, die für Sehbehinderte und Blinde geeignet ist. Damit rückt das Ziel barrierefreier Verkehrssysteme einen Schritt näher.
Sehbehinderte sind in besonderem Maße auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Herkömmliche Internet-Angebote sind jedoch oftmals noch nicht geeignet für Ausgabegeräte, die den Inhalt des Bildschirms in Sprache umwandeln bzw. in Brailleschrift darstellen können. In diesen Fällen bleibt für Anfragen nur eine telefonische Fahrplanauskunft mit der Problematik des Aufschreibens.
Mit dem Fahrplanauskunftsmodul für sensorisch Behinderte wurde ein Angebot geschaffen, dass die Richtlinien für die Gestaltung von behindertenfreundlichen Seiten (W3C) berücksichtigt. Die Auskunft wurde zudem von Vertretern von Blinden- und Sehbehindertenverbänden getestet und optimiert.
Bei der Auskunftsmaske sind die Eingabefelder und andere wichtige Elemente optisch hervorgehoben. Auf grafische Darstellungen wurde verzichtet. Die Ausgabe ist über Sprachausgabe und Braillezeile möglich.
Die Fahrplanauskunft wird vom Verkehrsverbund Stuttgart und vom Rhein-Main-Verkehrsverbund eingesetzt.Grillparzerstraße 18
81675 München
Tel: 089 / 418 68-0
E-Mail: mdv@m.mentzdv.de





