Forschungsprogramm "Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden" (FOPS)
Das Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) ist ein Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Ziel des FoPS ist es, anwendungsorientierte wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse für die Entscheidungsträger im Bereich Stadt- und Regionalverkehr zu erarbeiten und zur Verfügung zu stellen.
Für die Aufstellung des Forschungsprogramms zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden („Forschungsprogramm Stadtverkehr“) 2010/2011 können Themenvorschläge sowohl in Papierform als auch in digitaler Form per E-Mail spätestens bis zum 17.02.2010 (Eingang im BMVBS, Bonn, Robert-Schuman-Platz 1) eingereicht werden.
Die Projektvorschläge sind auf dem „Datenblatt für Forschungs- und Untersuchungsvorhaben des BMVBS“ darzustellen und über ihre jeweiligen Länderministerien bzw. Bundesverbände einzureichen.
Weitere Informationen und Dokumente als Download:
Anschreiben_Aufstellung_FOPS_2010_2011.pdf
Forschungskonzept_FOPS_2010_2011.pdf
Datenblatt.doc
Ansprechpartner:
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
Referat UI 30, Grundsatzfragen der Forschung, Entwicklung, Forschungsförderung
Hubert Neukirchen
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Dr. Arnd Motzkus
Leiter Projektgruppe BMVBS
Projektleiter FOPS
E-Mail: Arnd.Motzkus@no-spam.de.tuv.com
Tel.: +49 221 806-4177
Fax.: +49 221 806-3496
Ausgewählte Projekte des FOPS finden Sie nachfolgend:
Für eine (nachhaltige Mobilitätskultur) in der Stadt
Ein im Forschungsprogramm Stadtverkehr vom BMVBS unter der FuE- Nr. 70.749/2004 geförderte und finanzierte Vorhaben „Schaffung einer nachhaltigen Mobilitätskultur" hat in verschiedenen Städten (Bozen, Zürich, Salzburg, Freiburg) die unterschiedlichen Mobilitätskulturen analysiert und miteinander verglichen, um so Schlüsselfaktoren für einen Veränderungs-prozess hin zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur für andere Städte zu identifizieren.
Vernetzung der automatisiert gewonnenden Verkehrsinformationen des Bundes, des Landes und ausgewählter Großstädte am Beispiel Thüringen als Voraussetzung für ein integriertes zuständigkeitsübergreifendes Verkehrsmanagement
In dem Projekt 77.472/2003 werden die Belange der Vernetzung im Verkehrsmanagement in Form eines Leitfadens strukturiert aufgearbeitet. Der Leitfaden kann die an der Vernetzung von Verkehrsmanagementsystemen Beteiligten bei Planung, Ausschreibung und Projektierung unterstützen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher, z.T. fachfremder Abteilungen und Institutionen an einem gemeinsamen Projekt erleichtern. Durch die Adaption eines flexiblen Vorgehensmodells kann der Leitfaden als Unterstützung bei unterschiedlichsten Problemfällen angewendet werden.
REGIO-Info - Autarkes, dynamisches Fahrgastinformations- und Sicherheitssystem für den ÖPNV an Haltestellen und Haltepunkten
Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens REGIO-Info zeigen neue Wege zur breiten und kostengünstigen Information der Fahrgäste des ÖPNV und SPNV auf. Unter Anwendung neuer Medien, dem Einsatz von Regio-DFI und verkehrsmittelübergreifender Anschlussinformation/-sicherung kann ein neuer Standard der Vernetzung der Verkehrsmittel erreicht werden. Ausgehend von der Modellregion Sachsen-Anhalt steht ein anwendungsfähiges Gesamtkonzept für verbundweite oder regionale Fahrgastinformation und Anschlusssicherung zur Verfügung.
Aktuelle Praxis der kommunalen Parkraumbewirtschaftung in Deutschland
Die im Rahmen des Forschungsvorhabens FE 77.473/2003 erarbeiteten Erkenntnisse stellen eine wesentliche inhaltliche Ergänzung zu den "Empfehlungen für die Anlagen des ruhenden Verkehrs" (EAR05) dar. Hierzu wurde zunächst eine Städteumfrage zum Umsetzungsstand von Maßnahmen der Parkraumbewirtschaftung durchgeführt. Anschließend erfolgte eine vertiefende telefonische Recherche zu Randbedingungen der Parkraumbewirtschaftung. In acht Fallbeispielstädten wurden empirische Untersuchungen zu Modifikationen von Bewirtschaftungskonzepten und zu aktuellen Konzepten differenzierender Instrumente der Parkraumbewirtschaftung erarbeitet.
Kosten-Nutzen-Analyse: Bewertung der Effizienz von Radverkehrsmaßnahmen
Mit Hilfe des Forschungsvorhabens sind erste Schritte in der Entwicklung eines Verfahrens erfolgt, mit dessen Hilfe Wirkungen von Radverkehrsmaßnahmen im Gesamtkontext des Verkehrsgeschehens bewertet werden können.
Integriertes Verkehrskonzept für die Insel Rügen
Die Insel Rügen ist eine der größten Urlaubsregionen Deutschlands. Das Verkehrsaufkommen im Kfz-Verkehr geht vor allem in den Ferienzeiten über die Leistungsfähigkeit der Straßeninfrastruktur hinaus. Ziel der Erarbeitung war daher die Entwicklung eines verkehrsträgerübergreifenden Handlungskonzeptes, mit dem unter Einbeziehung von Informations-, Steuerungs- und Leittechniken eine Verbesserung des Gesamtverkehrssystems erreicht werden kann.
Entwicklung, Strategie und Instrumentarium für ein dynamisches ÖV-Routing
Ziel des Forschungsvorhabens FE 70.0792 „Entwicklung, Strategie und Instrumentarium für ein dynamisches ÖV-Routing“ war die Beschreibung der Anforderungen an ein Fahrgast-Routing-System in Form eines Rahmenlastenheftes.
Es wurde untersucht, in welcher Form komplexe aktuelle Verkehrssituationen und deren Auswirkungen auf das Angebot im ÖV in einem System aufgenommen und verarbeitet werden können. Im Ergebnis sollen vom zu beschreibenden System Lösungsansätze für übergreifende Maßnahmen im ÖV-Routing präventiv (gestörten Bereich umfahren) und operativ (im gestörten Bereich weiterkommen) ausgegeben werden.
Integration von Mobilitätsmanagement in die Stadtplanung – Rechtliche Möglichkeiten und Stand der Praxis
Kommunales Mobilitätsmanagement ist in Deutschland – bis auf wenige gute Beispiele – nicht systematisch in die Stadt- und Verkehrsplanung eingebunden. Im Sinne eines integrierten und ganzheitlichen Ansatzes hat der Bund die Studie in Auftrag gegeben, um untersuchen zu lassen, inwieweit Maßnahmen des Mobilitätsmanagements stärker in das Bauplanungs- und Bauordnungsrecht sowie in das Umweltrecht integriert werden können.
Lernen vom PKW- Emotionales Marketing im ÖPNV
Das vom BMVBS geförderte FuE-Vorhaben hat die Möglichkeiten der Übertragung von Marketing-Ansätzen der Automobilindustrie auf den ÖPNV untersucht. Marketing bezieht sich dabei nicht nur auf Kommunikation und Werbung, sondern auf den Marketing-Mix aus Kommunikations-, Distributions-, Leistungs- und Preispolitik. Hier zeigt sich, dass dieses Zusammenspiel bei der Automobilindustrie über die verschiedenen Prozessketten optimal organisiert ist, hingegen der ÖPNV strukturell /organisatorisch zahlreiche Schwächen im Zusammenspiel zwischen Produktgestaltung und Kundenkommunikation aufweist.
Evaluation von Dialogmarketing mit Neubürgern
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens durch Marketingmaßnahmen werden hoch eingeschätzt. Insbesondere dem Dialogmarketing von Neubürgern wird eine hohe Wirkung auf das Verkehrsmittelwahlverhalten zugesprochen, da der Umzug Gewohnheiten und Routinen im Mobilitätsverhalten aufbrechen kann.
Bislang gab es jedoch keine empirische Studie, die die kausalen Effekte der Marketingmaßnahme von den umzugsbedingten Verhaltenseffekten zu trennen vermochte. Dadurch hielten sich Verkehrsunternehmen und Städte bislang zurück, in solche Maßnahmen zu investieren.