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Förderinitiative Einführung (((eTicket

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es vielfältige Verkehrsangebote mit Bussen und Bahnen, die täglich millionenfach von Fahrgästen genutzt werden. Probleme bereitet dabei oftmals der Erwerb eines gültigen Fahrausweises. An vielen Automaten muss der Fahrgast mit abgezähltem Kleingeld bezahlen und den richtigen Tarif finden. Unzählige unterschiedliche Tarifsysteme bedeuten ein schweres Zugangshemmnis für den Kunden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat die Förderinitiative „Einführung und Aufbau eines elektronischen, interoperablen Fahrgeldmanagements“ für den öffentlichen Personenverkehr gestartet. Auf Basis eines technischen Standards, der so genannten Kernapplikation des Verbands der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV-KA), soll die weitere Entwicklung und Standardisierung des elektronischen Fahrtausweises - (((eTicket - mit dem Ziel einer bundesweiten Anwendung vorangetrieben werden. Die Entwicklung der VDV-KA im Rahmen eines Forschungsvorhabens („ÖPV-Kernapplikation“) wurde in den Jahren 2002 bis 2005 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Die Nutzung des (((eTicket mit einem Kundenmedium (z. B. Handy, Chipkarte) kann auf verschiedene Weise über eine kontaktlose Schnittstelle in Bus und Bahn erfolgen. Eine durchgängige, verbundübergreifende Nutzung des ÖPNV - perspektivisch als (((eTicket Deutschland bundesweit - soll damit erfolgen. Dabei können auch Fahrtberechtigungen von anderen Verkehrsunternehmen außerhalb des eigenen Tarif- und Verbundraums erkannt und akzeptiert werden. Ziel ist die Nutzung und Akzeptanz des Öffentlichen Verkehrs in Deutschland mit einem Medium, unabhängig davon, Kunde welchen lokalen Verkehrsunternehmens man ist. Der korrekte Fahrpreis soll dabei automatisch ermittelt und über alle beteiligten Verkehrsträger abgerechnet werden können.

Mit einem Fördervolumen von insgesamt 9.75 Mio. Euro unterstützt das BMVBS in einem ersten Schritt die Entwicklung von zentralen Systemen und Komponenten zum Aufbau eines interoperablen und bundesweiten Fahrgeldmanagements in Deutschland auf der Basis der VDV-Kernapplikation (KA). Die pilothafte Einführung in den regionalen Verkehrsräumen und die Ausgabe von eTickets bei den lokalen Verkehrsunternehmen werden parallel und in einem zweiten Schritt unterstützt.

Das BMVBS hat in Zusammenarbeit mit dem Projektträger eTicket des Zentralbereichs Forschungsmanagement der TÜV Rheinland Consulting GmbH bisher zehn Projekte zur Förderung ausgewählt. 

Es besteht im Rahmen der Förderinitiative weiterhin die Möglichkeit, zur Forschung und Entwicklung im Bereich eTicket Projektskizzen einzureichen. Für den Zeitraum 2010-2015 werden vom BMVBS dafür weitere Fördermittel bereitgestellt. Den Ausschreibungstext aus dem Jahre 2007 finden Sie hier.

 

Ansprechpartner:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
Referat UI 31, Personenverkehr, Öffentliche Verkehrssysteme, Radverkehr
Thomas Giemula

TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektgruppe BMVBS
Dipl.-Geogr. Elmar Sticht
Projektleiter (((eTicket
E-Mail: Elmar.Sticht@de.tuv.com
Tel.: ++49 221 806-4108
Fax: ++49 221 806-3496

Initialleistung und Aufbau KA-Sicherheitsmanagement
Ziel war der Aufbau und die Inbetriebnahme des Sicherheitsmanagements auf Basis der Kernapplikation (KA). Das Sicherheitsmanagement findet als  grundlegendes Element in den EFM-Systemen der laufenden Einführungsprojekte eine unmittelbare Anwendung. Mit der Entwicklung dieser zentralen Komponente der KA wird die Tragfähigkeit der Systeme langfristig sichergestellt.
eTicket im HVV I + II
Die Vernetzung von Vertriebssystemen verschiedener Unternehmen und Ausprägung zu einer Systemarchitektur, um den Datenaustausch zwischen Front- und Backendsystemen herzustellen, stehen im Vordergrund des Projektes. Die Entwicklung soll als Basis für den Aufbau eines Demonstrationsvorhabens in Hamburg-Harburg dienen.
INNOS-HGS-1
Ziel und Inhalt des Vorhabens ist die Konzeption, Abbildung und der Aufbau eines mandantenfähigen, diskriminierungsfreien Hintergrundsystems. Das „Innovative Interoperable EFM-Hintergrundsystem“ (INNOS-HGS) soll die Lücke zwischen bisher proprietären Insellösungen und bundesweiter Interoperabilität von eTicket Deutschland schließen.
INNOS-Start-BVG-1
In diesem Vorhaben wird in Abstimmung mit dem Vorhaben INNOS-HGS-1, die Einführung eines innovativen, interoperablen, elektronischen Fahrgeldmanagementsystems nach KA eingeleitet. Es erfolgt eine Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Partner-Verkehrsunternehmen im VBB und dem Vorhaben INNOS-Start-VBB-1.
INNOS-Start-VBB-1
In Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen des VBB und auf Basis realer Nutzungsdaten werden die im Projekt INNOS-HGS-1 entwickelten Konzepte und Technologien validiert. In enger Zusammenarbeit mit dem parallel laufenden Vorhaben INNOS-Start-BVG-1 soll ein interoperables Netzwerk aufgebaut und zwischen dem Ballungsraum Berlin und dem Umland in einem vordefinierten Tarifgebiet erprobt werden.
KA++
Die Erweiterung und Weiterentwicklung des offenen Standards Kernapplikation steht im Vordergrund dieses Projekts. U.a. soll eine Vereinfachung der standardisierten Abläufe zwischen den Akteuren im Systembetrieb erreicht werden. Die Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur zur Prozessoptimierung und -automatisierung sind ein wichtiger Baustein und wesentliches Ziel des Vorhabens. Für aktuelle und zukünftige Einführungsprojekte sind die entwickelten Anwendungen von großer Bedeutung.
Kolibri & Co.
In diesem Verbundprojekt steht die interregionale Vernetzung von eTicket-Systemen mit unterschiedlichen Kundengruppen, Anwendungen und Migrationswegen im Vordergrund. Zusätzlich steht die Erschließung neuer Vertriebswege (eTicket über das Internet) im Fokus.
R&R-Pilot
Das vertragliche Regelwerk zur Teilnahme an einem harmonisierten eTicket-Verfahren, die Abwicklung von Zahlungsströmen zwischen Verkehrsunternehmen und vor allem ein Sperrlistenmanagement zur Gewährleistung der Gültigkeit von eTickets stehen bei R&R-Pilot im Fokus der Betrachtung.
LuKA
Der Zusammenschluss des Forschungsverbundes „LuKA“ hat zum Ziel, nicht spezifizierte Komponenten und Elemente des Standards VDV-KA in Bezug auf das Nutzermedium Mobiltelefon auf Basis der Near Field Communication Technologie (NFC) aufzubauen. Dazu zählt die Spezifikation von Luftschnittstellen in einem VDV-Kernapplikations-konformen interoperablen Mobile Ticketing in Verbindung mit einer passiven Verkaufs- und Erfassungsinfrastruktur.
Upgrade SBS
Ziel des Projektes ist das Upgrade bzw. die Migration eines bestehenden, nicht aufwärtskompatiblen eTicket-Systems zum aktuellen Stand des Standards Kernapplikation und damit eine Integration in ein interoperables (((eTicket Deutschland.
KoMi
Aufbau einer Wissens- und Kommunikationsplattform für (((eTicket Deutschland mit einer Vernetzung und Aufbereitung von Erkenntnissen (u. a. Migration) aus den Forschungsprojekten der Förderinitiative zu nutzbaren Informationen.


Servicenavigation


Kontaktinformationen

TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Am Grauen Stein
51105 Köln


Vertreten durch:
Dr. Sören Grawenhoff

Telefon: 0221 806-4106
Telefax: 0221 806-3496